Stille sein, stiller werden

Zu viel verändern zu wollen verwickelt uns. Du kannst es viel ruhiger angehen. Dein Widerstand will nur gesehen werden. Hör auf zu kämpfen, deine Wächter wollen gewürdigt werden. Die Zeit der Askese und Selbstoptimierung ist vorbei, denn aus dem Widerstand gegen was auch immer zu handeln erzeugt Leid, Druck, Hass, Ablehnung.

Ein Leben im Zustand der Achtsamkeit ist ein Leben in innerer Stille. Ich bleibe still. Ich beobachte und erlaube alle Reaktionen in mir, alle Körperempfindungen, Gefühle, Gedanken, Bilder oder Handlungsimpulse. Ich wähle frei und in Ruhe, was ich dann wirklich umsetzen will. Jeder Tag wird eine Überraschung, was alles da sein darf, und das endet nie.

Am Anfang ist dein Wachsein nur kurz möglich, es geht es nur bei bestimmten Gedanken oder Gefühlen, die nicht so heftig sind. Aber mit der Zeit wird es immer umfassender, und immer unangenehmere Zustände können in Stille gehalten werden. Der Lohn für diese Mühe?

Frieden, Ruhe und vor allem eine Liebe, die so umfassend und grenzenlos ist, dass sie manchmal noch Angst macht.

Aber diese Angst, die Angst die Kontrolle völlig oder immer mehr abzugeben, nichts mehr zu wissen (sich führen lassen) kannst du auch in Stille betrachten.

Was heißt nun still sein?

Es bedeutet Hingabe, Anhalten, Zulassen, das Unmögliche erlauben. Aber ohne darin unterzugehen. Du gehst zwar in dem Zustand auf, den du still betrachtest, den du fühlst und spürst, aber nicht in Kleinheit, Trauma und Enge, sondern du gehst in Weite auf.

Deshalb, um nicht darin unterzugehen, sollten eventuelle Traumata, die sich zeigen werden, in einer Pendelbewegung von Stille und Lärm, von Enge und Weite, von Licht und Dunkelheit wahrgenommen werden. Wenn du dann genug Erfahrung mit deiner wahren Natur gesammelt hast, kannst du dich auch ohne dieses Pendeln in alles hineinentspannen. Dann bist du vorher schon vollkommen still, dann kann dich nichts mehr täuschen, die Wahrheit deiner unendlich leeren Natur bleibt immer präsent, wenn auch manchmal sehr vage in deinem Bewusstsein.

Ich kann dich in deinem Prozess begleiten, denn zwei Nervensysteme können mehr verarbeiten als eines.

Retten kann ich dich nicht. Aber ich kann dir zeigen, wie du durch die Dunkelheit kommst.

 

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