Was kann ich tun, wenn die Krise akut ist?

Traumastabilisierung oder wie kann ich verhindern im Gefühl/Zustand zu ertrinken.

Es gibt mehrere einfache Methoden oder Hilfsmittel wie man sich stabilisieren kann, um mit dem Trauma, der akuten Krise oder der Panikattacke umzugehen. Hier ist eine Liste, was wir tun können um uns wieder zu stabilisieren.

1. Hör auf zu denken, oder wenn das nicht geht, nimm deine Gedanken in diesem Zustand wahr aber auf keinen Fall ernst.

2. Versuch deinen Körper zu spüren und wenn es möglich ist, durch aktive Bewegung zu entladen – wenn du ins Zittern kommst ist das einer der effektivsten Wege, den auch die Tiere nutzen.

3. Geh in Kontakt mit anderen Menschen, eine Umarmung kann Wunder bewirken und „zwei Nervensysteme können immer mehr fühlen als eines allein“

4. Sinnliche Reize holen dich ins Hier und Jetzt, du kannst versuchen was Leckeres zu essen und zu schmecken, oder was intensives zu riechen oder hör dir schöne oder laute Musik an oder schau dir einen spannenden Film (Kino!) an oder lass dich massieren, damit du deinen Körper spürst.

5. Geh in die Badewanne oder dusche.

6. Versuch deinen Zustand irgendwie auszudrücken, in Worten ist es oft schwierig, aber du kannst es auch durch Töne/Laute, Tanzen, Bewegungen machen. Überteibe alles, vielleicht wird es sogar lustig, das wäre der Hauptgewinn. Du kannst es singen, spielen, malen oder was dir an kreativen Methoden sonst noch einfällt.

7. Wisse jeder Zustand geht vorbei. Du hast nichts falsch gemacht. Du bist unschuldig.

8. Versuch dich zu erden z.B. durch barfuß laufen, oder Füße in kaltes Wasser wie beim Kneippen halten, lege dich auf den Boden am besten auf eine Wiese, wenn du magst kannst du auch einen Baum umarmen oder dich an einen Baum anlehnen. Geh in Kontakt mit der Natur – betrachte Pflanzen, Tiere, Wasser, Wolken… Geh Spazieren im Wald.

9. Beten – Bitte höhere Mächte oder das große Ganze um Hilfe oder schrei deine Wut auf Gott heraus. Spür deine Wut – Wut und Panik vertragen sich nicht – die Wut gewinnt immer.

10. Wenn du Praxis im Meditieren oder inneren Beobachten hast, versuch still mit jedem Zustand zu sein der unangenehm ist – ich weiss, es ist in diesen Extremsituationen schwer, aber wenn du dich erinnerst, kann es dich auf eine neue Stufe der Gewahrseins heben. Es sind „nur“ Gefühle (Wut, Traurigkeit, Angst, Scham plus körperliche Empfindungen.

11. Niederwerfen: leg dich hin, ausgestreckt, Handflächen nach oben und gib auf, überlass dich deinem Schicksal, bitte dein großes ICH, dein hohes Selbst, Jesus, Buddha, Allah oder jeden der größer und stärker ist als du um Hilfe.

12. Kuscheln, wenn du jemanden hast, wirkt Wunder, Sex auch, wenn es noch geht.

13. Leg dich ins Bett, es ist wie eine schwere Grippe einfach körperlich zu viel und du brauchst Ruhe, brich alle Aktivität ab, sag den anderen dir sei schwindelig und übel, stell dich frei und ruh dich aus. Es ist dein gutes Recht. Achte und würdige dein Schicksal.

14. Wenn du Freunde oder einen Partner hast, die dafür offen sind – kämpfe spielerisch aber mit vollen Einsatz mit ihnen – Kampf- und Fluchtreflex wollen ausgelebt werden, du kannst auch laufen oder rennen bis du k.o. bist.

15. Einnere dich, wenn du einen hast, an deinen Sicheren Ort, geh in Gedanken dort hin, stell ihn dir so plastisch wie möglich vor.

16. Wenn du das Gefühl hast, du willst lieber sterben, erforsche, was wirklich sterben will oder soll – es ist nie der Körper der sterben will oder soll, sondern eine überlebte Identität, eine Gewohnheit, eine Illusion.

17. Wenn die Suizidgedanken zu konkret werden, ruf jemanden an oder fahr in die Psychiatrie, die sind nicht mehr so schlimm wie in Filmen und können dich beruhigen, es gibt gute Medikamente und sie passen auf dich auf.

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